Zionsgemeinde

Pfarrbezirke Bethel, Eckardtsheim und Schillingshofsiedlung

 
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Männerkreis

Männerkreis der Zionsgemeinde

Wer wir sind:

  • Wir sind eine Gruppe von Männern, die zwischen Arbeit und Rente oder schon in Rente sind.

  • Wir verstehen und begreifen uns als eine Gruppe der Zionsgemeinde Bethel und der angrenzenden Kirchengemeinden (z.B. Martini).

  • Wir gestalten bewusst Freizeit.

  • Wir wollen ein Ort der Begegnung sein, der Orientierung schafft, Begegnung ermöglicht und den christlichen Glauben als Grundlage eines erfüllten Lebens und menschlicher Gemeinschaft ansieht.

  • Wir wollen eine Gruppe sein, die sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens mit Fragen des Glaubens, der Sozialpolitik, anderen Religionsgemeinschaften und aktuellen Themen unserer Zeit in Kirche und Gesellschaft auseinandersetzt.

 

Was wir tun:

  • Bibelarbeit, Vorträge und Diskussionsrunden
    – gemeinsam informieren
    – gemeinsam ins Gespräch kommen
    – wir wollen einander verstehen

  • Besichtigungen und Ausflüge
    – gemeinsam Staunen und Neues erleben
    – gemeinsam unterwegs sein

Termine und Themen (bis 19.7.2018)

Wenn nicht anders angegeben treffen wir uns 14-tägig donnerstags um 19.30 Uhr im Assapheum (33617 Bielefeld, Bethelplatz 1)

04.01.2018  Bibelarbeit zur Jahreslosung mit Pastor Melzer

18.01.2018  Ist die Kirche eine Moralanstalt?  Pastor Schmidt

01.02.2018  Autokauf für Gumbinnen  Diakonisse Erika Zeising

15.02.2018  Ein Sozialpfarrer berichtet aus seiner Arbeit Pfarrer Blomeier

01.03.2018  Ein Lebensbild: Georg Philipp Telemann  Herr H. H. Stippich

15.03.2018  Meine Kindheit in der Grafschaft Bentheim Diakon Fritz Burschäpers

05.04.2018  Agapemahl mit Pastor Melzer

19.04.2018  Die Außendarstellung der v. Bodelschwighschen Stiftungen durch die Öffentlichkeitsarbeit im Dankort Herr Jan Seidel

03.05.2018  Mit dem Fahrrad von Deutschland nach Israel/Palästina  Pfarrer Christian Herrmann

17.05.2018  Wie können wir mit Gott sprechen? Prof. Zippert

07.06.2018  Führung durch das PIKSL Labor

21.06.2018  Grillabend in der Posaunen-Baracke

05.07.2018  Die Reformation in Bielefeld  Pfarrer Biermann

19.07.2018  100 Jahre Bodelschwingh und Sarepta Diakonissen auf Amrum (1890 - 1990) Schwester Gabriele Göckel

 

 

 

 

 

   

 

 

Studienfahrt des Männerkreises 2017

Männerkreisfahrt ins Naturschutzgebiet Gottes

Vom 18. Sept. bis zum 21. September war eine Gruppe des Männerkreises auf "Spurensuche" in der geschichtsträchtigen und von verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen geprägten  Grafschaft Bentheim. Unsere Reise begann in Neuenhaus mit Besuch und  Besichtigung des Gotteshauses der ev.-ref. Gemeinde. Die Kirchenführerin und der Gemeindepastor brachten uns das Gemeindeleben näher, während der (holländische) Kantor uns sein Können mit beeindruckendem Orgelspiel zeigte. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam sangen wir die „Hymne“ der ev.-ref. Gemeindeglieder  Strophe 3, EG 281 „Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm…

Unser Quartier nahmen wir im Kloster Frenswegen, nahe der Stadt Nordhorn. Das Kloster hat eine wechselvolle Geschichte, die uns von einem Mitglied des Stiftungsvorstandes näher gebracht wurde. 1384 nach den Regeln des Augustinus gegründet, hatte es seine Blütezeit ca. 120 Jahre lang. 1578 verließen die letzten Mönche das Kloster. Später diente das Kloster verschiedenen Verwendungen als Kriegsgefangenenlager, Ausbildungsheim und Flüchtlingsunterkunft.

1974 wurde eine Stiftung als Träger einer einzigartigen ökumenischen Bildungsstätte gegründet. Neben dem Fürsten zu Bentheim-Steinfurt und dem Landkreis Bentheim gehören alle 6 Kirchen der Grafschaft (ev.-ref., ev.-luth., röm.-kath., ev.-altref., ev.-freik. und die Herrnhuter Brüdergemeine) dazu. Darin spiegelt sich die religiöse Vielfalt der Grafschaft wider. Karl Barth hat Recht, wenn er sagt, dies sei das „Naturschutzgebiet Gottes“.

Am Nachmitttag des ersten Tages ging’s dann aufs Wasser. Mit dem Vechteboot  durch Nordhorn. Unter Häusern und sehr niedrigen Brücken auf schmalen, grachtenähnlichen Wasserpfaden bis zum Vechtesee. Der Kapitän erläuterte uns die wirtschaftliche Bedeutung, die bis ins 19. Jhdt. reichte. dieses 182 km langen Flusses, der später ins Ijsselmeer fließt und damit eine Verbindung zu den niederländischen Hansestädten und zur Nordsee darstellte. Überwiegend wurde der berühmte Bentheimer Sandstein, aber auch andere Güter, damit transportiert. Da lag es auf der Hand, dass wir auch das Sandsteinmuseum in Bad Bentheim besuchten und uns die wirtschaftliche Bedeutung dieses Erwerbszweiges, aber auch über die schwere und gesundheitsschädliche Arbeit informieren ließen.

An der Kasse dieses Museums saß ein Mann mit niederländischen Migrationshintergrund und auch der Mann, der uns Schloss und Burg Bad Bentheims näher brachte, sprach mit gleichem Akzent. Bei seiner mit vielen Anekdoten gespickten Führung, erklärte er, dass Burg und Grafschaft viele Jahrhunderte zum Herrschaftsgebiet des Oranje-Staates gehörte. Aber sie war auch Kronkolonie (wie Honkong) der Engländer und stand natürlich auch immer wieder unter dem Einfluss der Preußen und dem der  Münsteraner Bischöfe. Die Burg hatte eine in früheren Jahrhunderten wichtige strategische Lage und liegt hoch über der flachen Landschaft auf den auslaufenden Sandsteinrücken unseres Heimatgebirges, dem Teutoburger Wald.

Zwei andere Museen informierten uns über die Bodenschätze und ihre Bedeutung, und zwar zunächst das Moormuseum  in Geeste.   Das Bourtanger Moor war einst  eines  der größten Hochmoore  Europas.   Nach dem

 2. Weltkrieg fanden hier viele Flüchtlingsfamilien eine Heimstatt und ein karges Auskommen. Nach dem Abbau von Torf, dessen wirtschaftliche Bedeutung doch eher gering war, wurde das Land mit Riesenpflügen urbar gemacht, um eine landschaftliche Nutzung zu ermöglichen.

Staunend standen wir vor riesigen Stahlkolossen, die diese Arbeit in früheren Jahrzehnten bewältigt haben.

Das andere Museum war das Erdöl- und Erdgasmuseum in (auf, sagt der Volksmund, weil es auf einem kleinen Sandhügel liegt) Twist. Jetzt wissen wir endlich, dass Erdöl nicht aus einem unterirdischen (Öl)see gepumpt wird, sondern dass poröser Sandstein oder auch Kalkstein mit vor Jahrmillionen entstandenen  verflüssigten Meereskleinstlebewesen und Algen  gefüllt ist  (bis zu 35 %) und dies ausgesaugt wird.  Aber auch nicht völlig, so dass ein Teil des Erdöls immer noch im Gestein verbleibt.

Erdöl und Erdgas haben die Grafschaft und das Emsland reich gemacht, während das Torfstechen und die anschließende landwirtschaftliche Nutzung nur zu einem ärmlichen Leben reichte.

Das Ende unserer Reise war der Besuch des Wallfahrtsortes Wietmarschen, der immer  - auch ein paar kleine Gemeinden drum herum – katholisch geblieben ist. Während uns die moderne Kapelle im Kloster Frenswegen eher erschreckte, fanden wir besonders die Integration der Kapelle mit dem Marienbild in die Kirche von Wietmarschen als sehr gelungen. Die Kirchenführerin konnte uns viel über die wechselvolle Geschichte erzählen, aber auch über die aktuelle Entwicklung. So ist die einzige Ausstellung zum Lutherjubiläum des Landkreises im katholischen Wietmarschen. Noch beseelt von diesem Eindruck konnten wir bei Sonnenschein unser Mittagessen einnehmen und dann nach Bethel zurückkehren.

So blicken wir dankbar zurück auf eine sehr, sehr gut organisierte Reise mit wunderbaren Eindrücken.

Wilhelm Herting

 


Der Vorbereitungskreis

Horst Behr              Tel.: 0521 -   3294810

Jürgen Falk              Tel.: 0521 -  1443678                                      

Gerhard Hornbruch   Tel.: 0521 - 14431 96

Horst Jacob              Tel.: 0521 - 304 29 85

Reinhard Leich          Tel.: 0521 - 299 47 96

Gerhard Siebel          Tel.: 0521 - 136 19 55

 

 


Ansprechpartner
Horst Jacob
Tel.: 0521 - 304 29 85
E-Mail: jacob-howi[at]t-online.de


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