Die überwiegend großformatigen abstrakten Arbeiten mit Ascheresten stellen eine Auseinandersetzung der in Bielefeld lebenden Künstlerin mit den belastenden Ereignissen der Welt dar. Die durch Kriege in Schutt und Asche liegende Städte sind einem dabei ebenso vor Augen wie persönliche Trümmerfelder von Schuld, Scheitern, Trauer und ähnlichen existenziellen Grenzerfahrungen. Wie kann eine Annäherung an das leidvolle im Leben gelingen ohne selbst darin zu versinken?
Dazu lässt sich die Künstlerin von Psalmen inspirieren, in denen Klage zu Hoffnung wird – Menschen sich in ihrer Not zu Gott wenden und ihnen schon dadurch Kraft zuwächst. So finden sich in der Ausstellung auch Kreuzzeichen und zarte goldene Akzente, die einen Weg durch die Passionszeit andeuten, um sich auf das österliche Geheimnis vorzubereiten und der heilsamen Nähe Gottes Raum zu schaffen.