Vortrag
Elf Jahre später, 25 Jahre nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001, hat das Thema weder an Aktualität noch Brisanz verloren. Doch Jonathan Sacks geht es um weit mehr als Ursachenforschung und historische Aufarbeitung – ihm geht es um unser aller Zukunft: Er fordert die Gläubigen des einen Gottes dazu auf, bisherige Seh- und Denkgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Juden, Christen und Muslime werden von ihm aufgerufen, die allen gemeinsamen Geschichten der jüdischen Bibel noch einmal neu zu lesen, ihre mitunter subtile Vielschichtigkeit zu entdecken und sich dabei zu einem neuem Denken und Handeln, zu einer aufgeklärten „Theologie des Anderen“ anstiften zu lassen.
Gerhard Kubeneck (69) hat in Freiburg Biologie und Katholische Theologie studiert, sich vor zehn Jahren von diesen Herausforderungen des britischen Gelehrten anstecken lassen und möchte seine Begeisterung an einer solchen Erweiterung von Denken, Glauben und Handeln anhand ausgewählter Beispiele auch aus dem Neuen Testament mit anderen teilen: „Wenn man den Gedanken von Jonathan Sacks Raum gibt, versteht man immer mehr die Grenzen der eigenen und fremden Vorstellungen. Zugleich gewinnt man ein liebevolles Verständnis dafür, dass wir gar nicht anders können. Liebevoll nenne ich diesen Zugang deswegen, weil Jonathan Sacks mit jeder Zeile, mit jedem Beispiel den Wunsch, ja das Verlangen nach der eigenen Metanoia, nach eigenem Wachsen und Entwickeln weckt, einfordert und ermutigend fördert.“
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Gemeindezentrum am Zionswald und endet um ca. 20:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Informationen unter kantorei@bethel.de oder 144 3774.
